Dieser Stecker wird bei einem Flachbandkabel verwendet, einem flachen Band, das aus mehreren miteinander verbundenen Drähten besteht. Der IDC-Stecker besitzt Kontaktstifte, die scharf genug sind, um das Flachbandkabel, zumindest dessen Isolation, zu durchdringen. Sie müssen das Kabel also nicht mehr vorher abisolieren, um den Stecker anzubringen. Dies geschieht automatisch, da über eine „kalte Lötstelle“ Kontakt mit den Drähten hergestellt wird. Das bedeutet, dass Sie ein solches Kabel einfach und vor allem schnell zusammenbauen können. Der auch verwendete Begriff ist Insulation Piercing Contact, IPC, womit die oben beschriebene Vorgehensweise des Durchstechens eines Kabels bezeichnet wird.
Dieser Steckertyp wird häufig auf einer Leiterplatte montiert. Sie finden sie daher in Smartphones und Laptops, in Computerlaufwerken und in (Kommunikations-)Netzwerken, bei denen eine niedrige Spannung erforderlich ist. Sie finden sie auch in Haushaltsgeräten, bei denen eine niedrige Spannung erforderlich ist. Bei allen Geräten ist ein wichtiger Vorteil die sehr schnelle Installation der IDC-Verbindung, da das Abisolieren und Anschrauben des Steckers entfallen kann. Außerdem werden alle Drähte auf einmal mit einem Stecker versehen, anstatt jedes einzelne Drähtchen separat zu verbinden. Wenn die Verbindungen vorsichtig entfernt werden, können Sie einen IDC-Stecker wiederverwenden, obwohl er ursprünglich nicht dafür vorgesehen ist.
Sie müssen zunächst beurteilen, ob Sie eine männliche oder weibliche Verbindung benötigen, also einen Stecker oder eine Buchse. Andere Begriffe hierfür sind Header oder Socket. Anschließend bestimmen Sie, wie viele Drähte des Flachbandkabels verbunden werden müssen. Es kann sich beispielsweise um eine 10-polige Verbindung handeln, aber auch um ein 50-adriges Flachbandkabel. Diese können über mehrere Reihen verteilt sein. Schließlich müssen Sie den Abstand (Pitch) zwischen jedem Kontakt bestimmen. Haben Sie das alles klar vor Augen, ist der Kauf einer IDC-Buchse oder eines IDC-Headers ein Kinderspiel.